Hallo allerseits, wir sind heute morgen gut in Perth angekommen und müssen jetzt bis um eins auf unseren Check-In warten. Die Zeit nutze ich jetzt um euch mal einen Überblick über das zu geben, was wir in der letzten Woche so gegessen haben. Zuerst mal muss ich sagen, dass wir in Deutschland was Lebensmittelpreise angeht wirklich furchtbar verwöhnt sind. Ein Apfel kostet in Singapur zum Beispiel an die 2 Dollar, ein Stück Kuchen gleich 5. Trotzdem versucht die Regierung die Menschen zu gesunder Ernährung zu bewegen, in fast jedem Laden gibt es ein Bonuspunktesystem, dass bei kalorienarmem Essen oder Obst und Gemüse greift. Wir haben unser Essen allerdings zum größten Teil aus den sogenannten “Hawker Centern“ bezogen. Das sind überdachte Märkte, in denen verschiedene Köche ihr Essen frisch zubereiten und verkaufen. Zwischen den einzelnen Ständen sind Tische aufgestellt und man kann sich beliebig zum Essen niederlassen. Im Gegensatz zu den sonst hohen Preisen ist das warme Essen der Hawkers wahnsinnig günstig. Für eine Portion Reis mit Fleisch und Gemüse zahlt man mitunter nicht einmal 4 Dollar. Man könnte jetzt natürlich denken dass das Essen dafür keine Qualität hat, aber weit gefehlt. Die Hawker Center werden von der Regierung streng und ständig kontrolliert, man kann das Essen ohne Bedenken zu sich nehmen.
Kommen wir nun zu den Gerichten die wir in Singapur gegessen. Anni hat sich getraut und die regionale Spezialität “Fischballnudelsuppe“ probiert. Die Suppe hält genau, was ihr Name verspricht. Sie besteht aus Brühe, Fischbällchen, Nudeln und ein paar Kräutern, dazu kommt noch eine Art Gehacktes und einige undefinierbare weiße Streifen. Diese Streifen und die Fischbälle waren nicht wirklich unser Fall, die restliche Suppe war aber in Ordnung.
Singapurer Fischballnudelsuppe
Ich habe mich lieber für eine andere regionale Suppe entschieden, bei der man selbst Einfluss auf den Geschmack hat. Man kauft dabei eine Brühe und darf sich von einem Tisch noch sieben weitere Zutaten dazu aussuchen. Das alles wird dann nochmal zusammen gekocht und schließlich erhält man seine fertige Suppe. Meine Zutaten waren chinesische Suppennudeln, frische Sojasprossen, ein gekochtes Ei, ein Würstchen, ein Tintenfischarm, eine Art asiatische Teigtasche, genannt Dumpling, und ein undefinierbares frittiertes Etwas. Diese Zusammenstellung lässt zwar vermuten dass ich an Geschmacksverirrung leide, aber letzten Endes hat die Suppe sehr gut geschmeckt. Bis auf das frittierte Ding war für mich alles super. Anni findet es allerdings verstörend dass ich einfach so Tintenfisch essen konnte. Naja, mir schmeckt das eben ...
Der besagte Tintenfisch
Anni hat sich weiterhin noch an einem regionalen Dessert versucht, Eis mit Mango, Kokosmilch, Sirup und einer bunten Garnitur die man am ehesten mit Jelly Bellys vergleichen kann. Sie fand es auf jeden Fall sehr lecker, was man von ihrem zugehörigen Getränk nicht behaupten kann. Rohrzuckersaft ist in Singapur zwar der letzte Schrei, aber wir verstehen beide nicht was daran so toll sein soll. Wenigstens war mein Kiwi-Bananen-Smoothie sein Geld wert.
Annis Eis, links mein Smoothie und rechts der Rohrzuckersaft
An einem anderen Abend haben wir es dann mal mit der indischen Küche versucht. Ich hatte schlichte Eiernudeln mit Gemüse, aber Anni hat das indische Fladenbrot Naan mit verschiedenen Beilagen probiert. Die Bilanz: lecker, aber sehr sehr scharf.
Indisches Naan mit Kichererbsen, Dip und Kartoffeln
Wer mich gut kennt weiß, wie sehr mein Herz an Nudeln hängt. Deswegen konnte ich nicht widerstehen als wir in einem der Hawker Center auf “westliche Küche“ gestoßen sind. Ich kann an dieser Stelle aber nur jedem Nudelliebhaber davon abraten, in Asien italienische Gerichte zu bestellen. Asiatische Carbonara ist wirklich nicht zu empfehlen.
Asiatische Carbonara
Zu guter letzt präsentiere ich jetzt noch das Juwel unserer Sammlung an warmen Gerichten. Anni hat sich einmal gegrillten Lachs mit Reis und einem Spiegelei für unschlagbare 6,90 Dollar gegönnt. Da war ich mit meiner Suppe dann doch etwas neidisch.
Es hat genauso gut geschmeckt wie es aussieht
Zum Abschluss kommen jetzt noch ein paar Kleinigkeiten, die auch typisch für Singapur sind und die wir ebenfalls probiert haben.
Wasserkastaniensaft mit Rohrzucker und eine Art von Zuckerkristallen
Oreos mit Erdbeerfüllung
Soviel zum Thema Essen in Singapur. Fazit: Wenn man weiß wo man suchen muss lässt es sich in Singapur wunderbar essen. Andernfalls kann man mit dem nötigen Kleingeld natürlich in jedes beliebige Feinschmeckerrestaurant gehen, da gibt es ebenfalls genug Auswahl. Als nächstes wird es dann Annis ersten Blogeintrag geben, da verrate ich jetzt aber noch nichts weiter drüber.
Liebe Grüße aus Perth von uns beiden!
Hallo, ihr beiden.
AntwortenLöschenWir freuen uns, dass ihr gut in Australien gelandet seid.
Liebe Lotti, du schreibst immer sehr ausführliche und informative Berichte. Die Fotos sind auch wunderbar. Es macht Spaß, eure Einträge zu lesen und weckt die eigene Reiselust. Weiter so!
Passt schön auf euch auf und habt auch in Australien eine schöne Zeit.
Opa Bernhard, Oma Ursel, Torsten und Ines