Diese künstlich angelegte Süßwasserbucht kann man gut und gerne als das moderne Zentrum von Singapur bezeichnen. Allein um den vorderen Teil drängen sich fünf der größten Aushängeschilder Singapurs: das Stadtwahrzeichen Merlion, die Helixbrücke, die Lotusblüte des Art Science Museums, das Marina Bay Sands Hotel und die Gardens by the Bay. Außerdem kommt man von dort auch problemlos zu Fuß in das Singapurer Geschäftsviertel, das sich vor allem durch eine Fassade aus Glaswolkenkratzern auszeichnet.
Die Marina Bay bei Nacht
Die Marina Bay bei Nacht
Im hinteren Teil der Bucht werden oft Wassersportveranstaltungen wie zum Beispiel Segelregatten ausgetragen und das Ufer bietet sich mit dem grünen Rasen und den Palmen als wunderbarer Picknickplatz an. Wir haben uns allerdings größtenteils im vorderen Teil bei den Sehenswürdigkeiten aufgehalten, von denen ich jetzt einzeln erzählen werde.
Merlion
Das Wahrzeichen der Stadt entstammt einer Vision des einstigen Stadtentdeckers Prinz Nila Utama. Ihm begegnete angeblich ein Fabelwesen in den damaligen Urwäldern und er taufte das entdeckte Dorf danach: “Singa Pura“ - Löwenstadt. Heute hört das Wahrzeichen auf den Namen Merlion und wird durch einen Löwenkopf auf einem Fischschwanz dargestellt. Statuen des Merlion finden sich in größeren und kleineren Ausgaben in der ganzen Stadt, doch die wasserspeiende Statue an der Marina Bay hat in Singapur ungefähr den selben Stellenwert wie das Brandenburger Tor in Berlin. Am Wochenende ist es praktisch unmöglich dort irgendwie richtig ranzukommen, weswegen wir es dann einfach unter der Woche nochmal versucht haben und sogar Erfolg hatten.
Merlion und im Hintergrund das Geschäftsviertel
Die Helixbrücke
Als eine von zwei Brücken, die letztes Jahr zum 50. Jubiläum der Stadt eröffnet wurden musste sie natürlich etwas ganz besonderes sein. Um diesem Anspruch gerecht zu werden haben die Architekten kurzerhand beschlossen die Brücke in Form einer Doppelhelix zu bauen. So eindrucksvoll wie sie aussieht, uns hat sie mehr an einen DNA-Strang als an sonst etwas erinnert. Das macht die Helixbrücke allerdings mit ihrer Nachtbeleuchtung wieder wett.
Die Helixbrücke bei Nacht, im Hintergrund das Marina Bay Sands Hotel
Das Art Science Museum
Dieses Museum steht direkt vor dem Marina Bay Sands. Wir waren nicht drin, deswegen kann ich nicht wirklich etwas zu den Ausstellungen sagen außer dass es um Architektur geht. Besonders ist das Museum, weil es die Form einer riesigen Lotusblüte hat und bei Nacht ebenfalls angestrahlt wird. Täglich um 8 Uhr abends gibt es auch eine Show, bei der Laserstrahlen auf Wasserfontänen Bilder abzeichnen. Das wird direkt neben der Lotusblüte abgespielt und ist jeden Abend gut besucht.
Die Lichtshow am Abend
Das Marina Bay Sands Hotel
Nun kommen wir zur Hauptattraktion der Marina Bay. Das Marina Bay Sands Hotel, kurz MBS, besteht aus drei eleganten Türmen, über denen sich die gigantische Dachterrasse in Form eines Bootes spannt. Der Eintritt zur Terrasse kostet 23 Dollar, dafür erhält man einen Ausblick über die gesamte Stadt. Mir war es das Geld nicht wert, aber Anni hat es trotzdem gemacht, weshalb wir auch Fotos der atemberaubenden Aussicht haben.
Panoramablick vom Dach des MBS
Mal von der spektakulären Dachterrasse abgesehen bietet das MBS eine komplette eigene Welt voller Luxus, zu der aber auch normale Menschen Zutritt haben. Das Hotel steht nämlich inmitten eines eigenen, unterirdischen Luxuskaufhauses, wo sich von Armani über Chanel bis hin zu Prada alles findet, was das Luxusherz begehrt. Der Ottonormalverbraucher kann sich hier bestenfalls auf eine Gratisprobe Tagescreme, eine klimatisierte Umgebung und freien WLAN freuen. Uns hat es dort aber trotzdem gefallen, so viel Luxus auf einem Fleck bekommt man schließlich nicht alle Tage zu sehen.
Blick von oben in das Kaufhaus
Weiterhin hat das MBS auch noch das größte Casino Südostasiens zu bieten. Da durften wir mit unseren Flipflops und den Wanderrucksäcken allerdings nicht rein, obwohl der Zutritt für Ausländer an sich kostenlos ist. Außerdem hat das Kaufhaus auch noch ein eigenes kleines Flussbecken, auf dem man sich mit einer Gondel chauffieren lassen kann. Ein Zimmer in diesem Luxushotel gibt es übrigens schon ab schlappen 350 Euro pro Nacht. Nunja, wer hat der kann.
Das Marina Bay Sands Hotel bei Tag
Das Raffles Hotel
Dieses Luxushotel hat zwar nichts mit der Marina Bay selbst zu tun, aber es passt gut zum Marina Bay Sands. Es liegt ein gutes Stück weiter nördlich im Kolonialviertel und ist nach dem Gründer der Stadt, Sir Thomas Stamford Raffles, benannt. Das Hotel bietet seinen Gästen ausschließlich Suiten an und ist deshalb nochmal um einiges teurer als das Marina Bay Sands. Die hauseigene Einkaufsmeile ist aber für jedermann geöffnet und ein Besuch dort ist quasi Pflicht als Tourist in Singapur.
Ich vor dem Innenhofbrunnen
Anni neben der Shoppingallee
Soviel also zum Luxus der Stadt. Da morgen unser Abreisetag hier ist wird es sicherlich keinen Eintrag geben, es werden aber trotzdem noch ein paar Artikel zu Singapur kommen. Wir landen geplant am 1. Oktober um 4.15 Uhr früh in Perth und werden uns dann sobald wie möglich wieder melden.
Bis dahin zum letzten Mal liebe Grüße aus Singapur von uns beiden!

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