Da bin ich wieder! Ich weiß, es war wieder eine lange Zeit ohne Eintrag. Das liegt aber größtenteils daran, dass wir nunmal gearbeitet haben und nicht viel zu erzählen hatten. Und in der letzten Woche hatten wir dann noch viel zu erledigen (und sind zusätzlich auch noch beide krank geworden). Mittlerweile sind wir aber gut auf Bali angekommen und ich habe endlich Zeit für den letzten Neuseelandbericht.
Also, wie schon erwähnt haben wir bis Ostersonntag gearbeitet. Während dieser Zeit haben wir einen ausgewachsenen Zyklon miterlebt. Dieser nette kleine Sturm hat unter anderem für Überschwemmungen, Straßensperrungen, jede Menge Sachschäden und einen Tag Stromausfall gesorgt. Der örtliche Fluss ist über Nacht auf das dreifache seiner ursprünglichen Größe gewachsen und sämtliche Straßen, die aus Opotiki rausgeführen, waren gesperrt. Außerdem gab es jede Menge umgestürzte Bäume. Wir haben aber zum Glück keinen Schaden davongetragen.
Das war vorher der örtliche Golfplatz
Der angeschwollene Fluss (ich musste aus dem fahrenden Auto fotografieren)
Unser Firmenparkplatz, verwandelt in einen Teich
Neben diesem unerfreulichen Wetter hatten wir aber auch noch ein Kulturerlebnis in Opotiki. Wir haben nämlich etwas von einem Hangi abbekommen. Hangi ist ein traditionelles Maoriessen. Zuerst gräbt man ein riesiges Loch in die Erde, das mit heißen Steinen ausgelegt wird. Darauf kommen dann in Blätter eingewickelte Lebensmittel wie Fleisch, Kartoffeln, verschiedenes Gemüse und Fisch. Das wird dann erneut mit Blättern abgedeckt und anschließend wird alles mit Erde zugeschüttet und für mehrere Stunden gegart. Wir waren zwar nicht bei dem Prozess dabei, aber haben zwei Portionen Hangi erstanden. Bestanden haben sie aus Hühnchen, irgendwas in Richtung Wildziege, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Mischgemüse, frittierten Teigbällchen und einem absolut undefinierbaren Krümelzeug. Dazu gab es noch einen kalten Meeresfrüchtesalat. Das ganze hatte eine sehr erdige und rauchige Note, mein Ding war es auf jeden Fall nicht. Aber es war eine interessante Erfahrung.
Das Hangi
Der Meeresfrüchtesalat
Ostermontag haben wir dann ein letztes Mal Rene und Lydia in Kaiwaka besucht und uns verabschiedet.
Gruppenbild mit Rene und Lydia
Und noch ein Bild mit Blossom
Am Dienstag ging es dann wieder runter nach Rotorua, wo wir in eine Art Vogelpark gegangen sind um endlich mal Kiwis zu sehen (die Vögel versteht sich). Das Bild ist allerdings von einem ausgestopften Exemplar. Kiwis sind nachtaktiv, weshalb man sie nur in einem Dunkelhaus beobachten kann und unsere Kamera ist für solche Situationen ungeeignet.
Ein Kiwi
Eine Statue im Vogelpark
Unser nächstes Ziel waren die Waitomo Caves. Das ist eines von Neuseelands berühmteren Höhlensystemen und wird daher ziemlich vermarktet. Mir war der ganze Spaß zu teuer, aber Anni hat eine Raftingtour inklusive Abseilen und Klettern mitgemacht. Fotos gibt es davon aber leider nicht, die hätte man nämlich noch extra kaufen müssen.
Nach den Waitomo Caves sind wir noch bis ganz an die Westküste nach New Plymouth gefahren, wo wir uns den Sonnenuntergang angesehen und übernachtet haben.
Sonnenuntergang am Hafen
Am nächsten Morgen wollten wir uns eigentlich den Mount Taranaki ansehen. Dieser Berg ist einer der beliebtesten der Nordinsel und sieht eigentlich sehr schön aus. Und hat aber das Wetter mit Regen und völlig vernebelter Aussicht einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dafür haben wir dann eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall in der Gegend gemacht.
Wasserfall beim Mount Taranaki
Den restlichen Tag sind wir dann von der Westküste zurück ins Landesinnere nach Taupo gefahren. Dabei sind wir bei einem Ort mit besonderen Felsformationen vorbeigekommen. Wir hatten zwar Schwierigkeiten irgendwas zu erkennen dass nach “Drei Schwestern“ oder einem “Elefant“ aussah, aber die Aussicht war trotzdem sehr schön.
Anni vor denn Felsformationen
In Taupo angekommen haben wir uns dann nochmal die Huka Falls angesehen, einfach weil sie wirklich spektakulär sind, und haben anschließend auf einem nahegelegenen Campingplatz übernachtet. Freitagmorgen hatte Anni dann einen weiteren Bungysprung. Davon habe ich dieses Mal auch ein gutes Video gemacht, aber das lässt sich leider nicht kabellos übertragen.
Der Campingplatz am Morgen
Und dann kam auch schon der letzte Stopp vor Auckland: die Stadt Hamilton. Eigentlich haben wir da nur angehalten weilwir sowieso durchfahren mussten und sie eine der größeren Städte der Nordinsel ist. Wir sind ein bisschen spazieren gegangen und haben uns den Park angeschaut. Dabei sind wir auf eine Art Kunstprojekt gestoßen, bei dem eine Wiese mit roten Kunstblumen versehen wurde. Das sah schon sehr hübsch aus.
Der Park in Hamilton
Ja, und das war es auch schon. Von Hamilton sind wir direkt nach Auckland zu einem Autoverkäufer gefahren und sind unser Auto (das mittlerweile ein Ölleck, verschiedene Dellen und noch andere Defekte hatte) für 800 Dollar losgeworden. Nicht unbedingt ein Traumpreis, aber letztenendes waren wir froh, dass wir es losgeworden sind. Abends haben wir dann in unsere Airbnb Übernachtung eingecheckt und den Samstag noch für ein paar Erledigungen genutzt. Und Sonntag ging dann ja bekanntermaßen früh um 8 unser Flugzeug nach Bali.
Sonnenuntergang über den Wolken
Das wäre es erstmal für heute, den Bericht zu Bali wird es geben wenn wir wieder zurück sind.
Also, wie immer liebste Grüße und bis sehr bald!