Mittwoch, 15. März 2017

Wir nähern uns dem Ende

Hallo, da sind wir wieder! Es tut mir furchtbar leid dass es jetzt einen ganzen Monat keinen Eintrag gab! Die Sache ist die, bis vor zwei Wochen waren wir noch fieberhaft auf Arbeitssuche. Dann haben wir eine Arbeitsstelle und obendrein auch gleich noch eine Wohnung in Opotiki bekommen und hatten damit erstmal zu tun. Wir hatten ein Vorstellungsgespräch und gestern dann auch endlich die Einführung in die Firma, inklusive Drogentest und Jobtraining (wir sortieren mangelhafte Kiwis aus). Aber bis dahin haben wir gewartet dass sich die Firma endlich meldet und haben in der Zwischenzeit alle Vorzüge einer Wohnung genossen, auf die wir ja jetzt eine ganze Weile verzichtet haben (Kühlschrank, Herd, Badezimmer und so weiter). Zwischendurch habe ich auch immer am nächsten Blogeintrag gearbeitet und heute ist er nun endlich fertig. Also, nochmal Entschuldigung für die lange Wartezeit und viel Spaß mit dem neuesten Bericht!
Dieser Blogeintrag beginnt da, wo der letzte aufgehört hat: in der Stadt Timaru, gelegen südlich von Christchurch an der Ostküste der Südinsel. Dort sind wir abends noch an den Strand um Pinguine zu beobachten, haben aber leider keine gefunden. Dafür hatten wir einen schönen Blick auf den Hafen, der sich neben den Dünen erstreckt.

 Der Hafen von Timaru am Abend

Dann ging es weiter zum Campingplatz. Den nächsten Tag haben wir in Geraldine verbracht, einem kleinen Örtchen im Landesinneren. Wir haben einen kleinen Bauernmarkt besucht und waren dann abends im angeblich schönsten Kino Neuseelands. Es ist eines der ältesten des Landes und immernoch so ausgestattet wie früher, mit plüschigen Sesseln und Sofas und einer Empore. Allerdings war es auch ziemlich muffig und absolut überteuert. Fazit: kann man machen, muss man aber nicht. 

 Ich im Kino in Geraldine

Von dort aus ging es direkt weiter nach Christchurch, besser gesagt auf eine Halbinsel, die direkt bei Christchurch anfängt. Dort hatten wir allerdings ziemlich Pech mit dem Wetter. Es hat geregnet und die Wolken hingen so tief, dass wir durch sie durchgefahren sind. Damit haben wir von der Aussicht, die eigentlich spektakulär sein soll, nicht viel mitbekommen. Am nächsten Tag hatten wir dann besseres Wetter und haben uns eine kleine Hafenstadt angesehen.

 Ausblick von der Küstenstraße der Halbinsel

Zurück in Christchurch sind wir erstmal zu einem Büro der Zeitarbeitsfirma, bei der wir auf der Nordinsel schon gearbeitet haben. Die haben dann gesagt sie melden sich in den nächsten Tagen. Daraufhin haben wir beschlossen, die Wartezeit zu nutzen und nach Kaikoura zu fahren. Das ist ein Ort nördlich von Christchurch an der Ostküste, der zum einen für seine Delfin- und Waltouren und zum anderen für die Schäden des Erdbebens letzten November bekannt ist. Seit dem Erdbeben ist der komplette Highway zwischen Kaikoura und Blenheim außer Betrieb. Das heißt wenn man nach Kaikoura will, muss man wohl oder übel über Christchurch fahren, was von Blenheim aus einen Umweg von stolzen 7 Stunden darstellt (wie gesagt, die Infrastruktur der Südinsel ist ziemlich unausgeprägt). Wie auch immer, Kaikoura hatte es in den letzten Monaten jedenfalls nicht leicht. Wir sind aber trotzdem hingefahren und haben unseren Aufenthalt dort mit einem Küstenspaziergang bei schönstem Wetter begonnen.

 Lehmformationem auf dem Weg nach Kaikoura

 Klippen in Kaikoura

 Anni auf dem Küstenwanderweg

 Panoramablick von den Klippen aus

 Treppe runter zum Strand

 Tosende Wellen an Felsen (und das war bei Ebbe)

 Seelöwen und Vögel lieben es zu posen

 Panoramablick vom Steinstrand aus

Am nächsten Morgen kam dann unser Highlight: eine Bootstour, bei der wir mit wilden Delfinen schwimmen konnten. Die Touren sind maßlos überteuert (ca. 120 Euro pro Person), aber das liegt eben daran dass Kaikoura berühmt dafür ist. Vor der Küste der Stadt liegt ein Riff, das zahlreichen Meerestieren Nahrung bietet. Daher sind in Kaikoura dauerhaft mehr als 2000 Delfine, Albatrosse und ein Wal heimisch. Wir haben uns für's Delfinschwimmen entschieden und sind mit einem kleinen Boot raus auf's Meer. Vom Schwimmen selbst haben wir mit einer geliehenen GoPro Kamera Videos gemacht, aber die müssen erst bearbeitet werden. Nach dem Schwimmen durften allerdings die, die nicht mit Seeübelkeit geplagt waren (das Boot hat geschaukelt wie wahnsinnig), aufs Aussichtsdeck und Fotos machen. Anni verträgt Bootsfahrten nicht, also musste ich das übernehmen. Die Fotos sind nicht perfekt, aber ehrlich gesagt bin ich schon froh, dass mir die Kamera nicht über Bord gegangen ist.

 Delfine direkt neben unserem Boot

 Delfine beim Spielen im Wasser

 Und noch mehr Delfine

Dieser Ausflug war auf jeden Fall unvergesslich und ich würde es jederzeit weiterempfehlen.
Nach unserer Tour sind wir direkt wieder nach Christchurch gefahren, wo uns die Arbeitsagentur mitgeteilt hat, dass sie nur Leute für 3 Monate oder länger einstellen. Daraufhin haben wir dann beschlossen, die Südinsel abzuschließen und auf wieder auf die Nordinsel zu gehen. Also haben wir uns erstmal einen Tag lang Christchurch selbst angesehen. Da gab es zum einen den botanischen Garten, der riesig und wirklich schön ist. Dann haben wir einen deutschen Laden besucht und uns ein deutsches Mittagessen gegönnt (das allerdings viel zu klein war). Und zum Abschluss haben wir zwei Erdbebendenkmale besucht. Einmal eine Kirche, die eingestürzt ist und seitdem als Wahrzeichen steht, und dann noch eine Aufreihung von 185 weißen Stühlen, die für die Todesopfer des großen Erdbebens von 2011 stehen.

 Im botanischen Garten

 Wiener mit Kartoffelsalat und Bratwurst mit Sauerkraut

 Die eingestürzte Kirche

 185 weiße Stühle

Von Christchurch aus ging es dann direkt nach Nordwesten, zum Abel Tasman Nationalpark. Der war nämlich das einzige was uns auf der Südinsel noch gefehlt hat. An dieser Stelle beende ich diesen Blogeintrag allerdings. Da wir im Moment ja nur arbeiten und nichts unternehmen, habe ich auch nichts neues zu erzählen. Weil ich euch aber nicht wieder einen Monat lang ohne Eintrag hängen lassen will, gibt es den Rest der Erzählungen im nächsten Eintrag, also in ungefähr zwei Wochen. So kann ich unsere Arbeitszeit gut überbrücken.
Jetzt noch ein paar Infos am Rande: für die, die es noch nicht wissen, unser Flug von Auckland nach Bali geht am 23. April. Deshalb ist der Plan, bis ungefähr zum 10. zu arbeiten und dann noch den Teil der Westküste von der Nordinsel zu machen, den wir noch nicht gesehen haben. Die restliche Zeit brauchen wir dann um unser Auto zu verkaufen und ein paar organisatorische Dinge zu erledigen. Also, soweit zu unseren Plänen. Zum Abschluss hier noch ein Bild von einem Schiffswrack, dass wir uns auf dem Weg zum Abel Tasman angeschaut haben.
Schiffswrack bei Ebbe

Liebe Grüße von uns beiden und bis bald!

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