Hallo und willkommen zurück! Ich wette keiner von euch hat damit gerechnet dass ich mich tatsächlich mal an meine eigenen Prognosen halte. Tja, Wunder gibt es halt immer wieder.
Also, wo waren wir stehengeblieben? Richtig, bei der Fahrt zum Abel Tasman Nationalpark. Der befindet sich an der Nordküste der Westinsel und ist wahrscheinlich der beliebteste Nationalpark in ganz Neuseeland. Nach zwei Tagen in diesem Gebiet war uns auch völlig klar warum. Der Nationalpark besteht vor allem aus zwei Dingen: Wälder und traumhafte Buchten mit weißem Sand an türkisblauem Meer. Die große Bucht dort heißt nicht umsonst “Golden Bay“. Aufgrund dieser Begebenheiten zieht es Touristen vor allem wegen zwei Aktivitäten in diesen Park: Wandern und Kanu fahren. Einer von Neuseelands Great Walks befindet sich dort, und viele kombinieren diese Wanderung mit einer Kanutour um die Zeit abzukürzen (sonst braucht man 5 Tage für die ganze Strecke). Wir haben das aufgrund vvon Zeitmangel aber anders gemacht, nämlich erst eine Tagestour mit dem Kanu und dann am nächsten Tag eine kleine Wanderung zu einer Bucht. Ich kann euch sagen, Kanu fahren ist nichts für Leute mit schwachen Armen. Wir hatten beide den Muskelkater unseres Lebens. Aber naja, im Pazifik paddelt es sich eben auch nochmal anders als auf der Werra. Wir haben uns jedenfalls ein Kanu geliehen und sind damit einen halben Tag an der Küste entlang von Bucht zu Bucht gepaddelt. Wirklich nur zu empfehlen (vorausgesetzt man mag Wasser)!
Ich saß vorne
Und Anni hinten
Panoramabild von einer der Buchten wo wir angelegt haben
Unser Kanu
Am nächsten Tag sind wir dann noch weiter nördwestlich gefahren, um uns den schönsten Strand Neuseelands anzusehen. Der hat sich tatsächlich als sehr schön erwiesen, mit weißem Sand, Felsformationen und blauem Meer. Auf dem Weg dahin sind wir aber erstmal noch bei zwei Quellen und Aussichtspunkten vorbeigekommen.
Quelle, deren Wasser von Natur aus nie mehr als 5 Grad hat
Ausblick ins Tal von einer Höhenzugstraße aus
Eine weitere Quelle mit türkisem Wasser
Ausblick auf eine Bucht von einer Schafweide aus
Der schönste Strand Neuseelands
Am Wasser bei Ebbe
Anni vor einem Klippenzug
Abends hat sich Anni dann noch daran gemacht einen Berg zu einer Höhle hinaufzuklettern (ich hab darauf verzichtet) und sie hat natürlich Bilder der Stalaktiten mitgebracht.
Der Eingang zur Höhle
Millionen von Stalaktiten
Am nächsten Tag, unserem letzten kompletten Tag auf der Südinsel, haben wir noch die kleine Wanderung unternommen von der ich oben schon erzählt habe. Und wir haben uns den “Split Apple Rock“, zu deutsch “gespaltener Apfelfelsen“, angesehen. Den hätte man wirklich nicht treffender benennen können, er sieht tatsächlich aus wie ein großer, gespaltener Apfel.
Ausblick auf das Meer vom Wanderweg aus
Der Strand zu dem wir gewandert sind
Anni entspannt sich
Der Split Apple Rock
Am Abend sind wir dann noch den ganzen Weg nach Picton gefahren, weil unsere Fähre am nächsten Morgen um 7 gefahren ist. Auf dem Weg dahin haben wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen dürfen.
Sonnenuntergang über einer Bucht
Tja, das war's zur Südinsel. Am nächsten Tag waren wir mittags schon wieder in Wellington und haben uns noch den Teil des Nationalmuseums angesehen, den wir beim letzten Mal nicht geschafft hatten. Dort darf man aber leider keine Fotos machen.
Nach diesem Besuch sind wir dann noch so weit wie möglich nach Norden gefahren und haben es tatsächlich noch zum längsten Ortsnamen der Welt geschafft. Ausschreiben werde ich ihn nicht, ihr könnt ihn euch auf dem Bild ansehen. Der Name ist auf Maori geschrieben (die Sprache der gleichnamigen Ureinwohner) und bedeutet übersetzt soviel wie „Der Ort, an dem Tamatea, der Mann mit den großen Knien, der Berge hinabrutschte, emporkletterte und verschluckte, bekannt als der Landfresser, seine Flöte für seine Geliebte spielte“. Dazu gehört die Geschichte des Maoris Tamatea, der in diesem Gebiet mit europäischen Siedlern um Land gekämpft und meistens gewonnen hat. Nachdem er bei einer der Schlachten seinen Bruder verloren hatte, ist er jeden Abend auf diesen Hügel geklettert und hat seinem Bruder zu Ehren auf einer Flöte gespielt. Danach ist der Berg benannt worden (warum auch immer).
Der längste Ortsname der Welt
Ja, das war die letzte Station unserer Reise. Danach haben wir unseren Job bekommen und arbeiten jetzt die ganze Zeit. Allerdings hatten wir, während wir auf unseren ersten Arbeitstag gewartet haben, noch Gelegenheit ein hier in der Nähe gelegenes Reservat mit einheimischen Pflanzen zu besuchen. Das war insgesamt nicht so spannend, aber das Reservat hat einen interessanten Baum zu bieten. Der gehört ebenfalls zur Maorikultur, er hat nämlich früher als Begräbnisbaum gedient. Damit meine ich dass die Knochen der Häuptlinge dort gesammelt und geehrt wurden. Wer sich dem Baum unbefugt näherte, hat die Todesstrafe bekommen. Aber heutzutage wird das alles natürlich nicht mehr praktiziert.
Der Begräbnisbaum
Im Reservat
So, das ist jetzt alles. Wir arbeiten wie gesagt und werden das auch noch eine Weile tun. Das heißt jetzt gibt es erstmal wieder keinen Eintrag, aber daran seid ihr ja gewöhnt.
Also, liebe Grüße von uns beiden und bis bald!