Hallo ihr Lieben! Dieses mal hat es so lange gedauert weil wir im Moment ja arbeiten und deswegen nicht viel spannendes erleben. Ich kann deshalb heute nur von Erlebnissen vor zwei Wochen erzählen, die ich mir noch aufgehoben habe. Aber naja, besser das als gar nichts. Und nach Weihnachten geht es ja dann auch wieder auf die Reise.
Also, vor genau zwei Wochen haben wir einen Ausflug zur Westküste gemacht und schwarze Strände besucht. Der Name ist ja schon selbsterklärend, der Sand dort ist nicht wie üblich hell, sondern eben dunkel. Wir sind am Meer langspaziert und auf einige Felsen mit klangvollen Namen wie Löwenfels geklettert. Am Abend wollten wir uns eigentlich anschauen, wie die Sonne direkt über dem Meer untergeht, aber leider war es sehr bewölkt.
Die schwarzen Strände und der Löwenfels
Ja, der Sand ist wirklich schwarz
Der Ausblick vom Löwenfels
Anni vor einer Meeresfelsspalte
Der Sonnenuntergang
Bevor wir angefangen haben zu arbeiten, waren wir in Tauranga noch auf dem Mount Manganui, einem lokalen Berg. Für den Aufstieg haben wir ungefähr anderthalb Stunden gebraucht, weil wir aus Versehen den Basewalk statt dem Aufstiegsweg genommen haben und folglich erst einmal um den ganzen Berg herumgelaufen sind, bis wir endlich hochlaufen konnten. Runter hat es dann ganze 15 Minuten gedauert.
Mount Manganui
Ausblick von einem Aussichtspunkt auf der Hälfte
Panoramablick von der Spitze aus
Anni auf dem Gipfel
Ja, das wäre es auch schon mit den Erlebnisberichten. Aber ich werde mal kurz noch ein paar Worte zu unserem jetzigen Alltag loswerden. Also: Ja, wir leben im Moment in unserem Auto. Das heißt, wir fahren jeden Abend auf einen Parkplatz in einer Bucht, der eine öffentliche Toilette hat, und verbringen dort die Nacht in unserem Auto. Morgens fahren wir dann direkt zur Arbeit, wo wir praktisch den ganzen restlichen Tag verbringen. Duschen können wir jederzeit für einen Dollar in einer Schwimmhalle, die direkt um die Ecke von unserem Parkplatz liegt. Achja, und essen machen wir abends mit dem Campingkocher und ansonsten nutzen wir den Kühlschrank, die Mikrowelle, den Wasserkoche runs den Toaster im Aufenthaltsraum unserer Baustelle. Alles in allem sind unsere Lebenserhaltungskosten also ziemlich gering.
Ich beim Abendessen auf unserem Parkplatz
Und jetzt zum Abschluss noch ein kurzer Überblick zur Arbeit selbst. Also, wir haben jetzt zwei Wochen gearbeitet, wozu noch die nächste Woche kommt. Die ersten drei Tage waren wir als Traffic Controller tätig, also als Verkehrsüberwacher. Dafür haben wir ja auch extra den Kurs absolviert. Letzte Woche Mittwoch gab es dann aber keinen Job in der Branche, deswegen sind wir auf einer Schrotthalde gelandet, wo wir entlang der Auffahrt mit Motorsensen den Rasen gemäht haben. Das hat uns die restliche letzte Woche und die gesamte diese Woche beschäftigt. Die neuseeländische Arbeitsmoral ist uns, vor allem Anni, übrigens schon in Fleisch und Blut übergegangen. Da wird dann auch gerne mal ein Schläfchen während der Arbeit gehalten.
Anni bei der 'Arbeit'
Ich bei der richtigen Arbeit
Am Montag durften wir außerdem beim Firmenbarbecue dabeisein. Das war unser erstes neuseeländisches, und insgesamt war es auch ganz gut, vor allem natürlich weil das Essen kostenlos war. Allerdings sind die Würste hier wirklich scheußlich, kein Vergleich zu unseren in Deutschland. Das Fleisch war aber in Ordnung und die Brötchen fand ich sogar richtig gut. Außerdem konnten wir noch ein Getränk namens Ingwerbier probieren. Es heißt zwar Bier, hat aber keinen Alkohol und schmeckt im Prinzip wie Gingerale, nur mit mehr Ingwer und etwas weniger Zucker. Wir fanden das beide sehr gut!
Das Barbecueessen und das Ingwerbier
Trotz allem hoffen wir aber, dass wir ab morgen (Montag) wieder als Traffic Controller arbeiten können, weil wir da mehr Stunden hatten und dementsprechend auch mehr Geld verdient haben.
Zu Weihnachten fahren wir dann wieder zu Rene und Lydia, weil wir dort verschiedene Dokumente abholen müssen und außerdem gerne ein etwas gemütlicheres Ambiente zu Weihnachten wollen. Und danach geht es dann endgültig weiter mit dem Reisen, wobei der erste Halt erstmal Hobbiton ist (ein Drehort aus Herr der Ringe). Dann haben wir 3 Wochen Zeit, um uns die Westküste und Mitte der südlichen Nordinsel anzusehen, bevor wir am 21. Januar mit der Fähre auf die Südinsel übersetzen.
Mit etwas Glück melde ich mich nächste Woche wieder mit einem Neuseeland-Weihnachtsspecial, auf jeden Fall aber sobald wir wieder reisen. Bis dahin wünsche ich euch eine besinnliche Weihnachtszeit und einen schönen 4. Advent.
Liebste Grüße von uns beiden!


