Heute gibt es wie versprochen den Bericht zu den neuen botanischen Gärten Singapurs, genannt Gardens by the Bay. Sie liegen direkt an der Marina Bay (eine künstlich angelegte Süßwasserbucht zu der es auch noch einen Post geben wird) und verteilen sich über ein Gebiet von ca. einem Quadratkilometer. Man findet unter anderem grüne Wiesen, eine Freiluftbühne, einen Kinderwasserspielplatz, einen See und viele Restaurants. Wir selbst haben allerdings nur die drei größten Attraktionen der Gardens besucht, die ich noch einzeln vorstellen werden.
Die Blumenuhr der Gardens
Ich auf einer geschnitzten Holzbank
Luftaufnahme der Gardens bei Nacht
Der Flower Dome
Beim “Blumendom“ handelt es sich um das vordere der beiden großen Kuppelgebäude die auf der Luftaufnahme zu erkennen sind. Der Eintritt kostet derzeit 14 Singapurdollar (ca. 9,50 Euro) und lohnt sich schon allein deshalb, weil der Flower Dome komplett klimatisiert ist und damit eine sehr angenehme Abwechslung zum tropischen Klima darstellt. Der Innenraum ist ein einziges großes Gewächshaus und enthält Pflanzen aus verschiedenen kühleren Erdregionen. Dementsprechend sind uns auch einige heimische Pflanzen wie zum Beispiel die Tanne, das Stiefmütterchen oder der Fingerhut begegnet. Man kann aber unter anderem auch einen mediterranen Kräutergarten, afrikanische Blumenfelder oder kalifornische Orangen- und Zitronenbäume bestaunen. Zum krönenden Abschluss enthält der Flower Dome auch noch ein Restaurant, das von einem Londoner Sternekoch geführt wird. Dort tummeln sich allerdings nur die Schönen und Reichen, zu denen wir uns leider (noch) nicht zählen können. Der Ausflug in den Flower Dome war aber so oder so sehr lohnenswert.
Afrikanisches Blumenfeld vor dem Sternerestaurant
Panoramaaussicht von der oberen Etage
Anni hinter einem Flaschenbaum
Der Cloudforest
Der “Wolkenwald“ ist das zweite kuppelartige Gebäude auf der Luftaufnahme. Er steht direkt hinter dem Flower Dome und ist ebenfalls ein riesiges Gewächshaus. Allerdings beherbergt er vor allem einen großen Berg, um den herum sich in freier Luft Gittereisengehwege befinden. Man wird mit einem Fahrstuhl von unten bis ins oberste Level gefahren und läuft dann die entsprechenden Wege nach unten. Dabei wird einem das Bergklima nähergebracht, aber es gibt beispielsweise auch Höhlentropfsteine und Informationen zu Tieren der entsprechenden Höhenlagen zu entdecken. Ein Level widmet sich dem Wasserfall, der sich von ganz oben vom Berg stürzt und damit den größten Indoorwasserfall der Welt darstellt. Auf den letzten beiden Etagen wird dann schließlich das Erdklima behandelt. Dort kann man sich einen Überblick über Themen wie Waldbrände, Wasserverbrauch, den CO2-Kreislauf oder den klimatischen Aufbau der Gardens verschaffen, bevor man den Rundgang mit einem sehr gut gemachten Kurzfilm zur Erderwärmung abschließt. Der Cloudforest kostet 16 Dollar Eintritt, die sich ebenfalls lohnen weil man wirklich interessante Informationen und schöne Aussichten bekommt.
Der Indoorwasserfall
Anni vor Bergorchideen
Eines der vielen Wasserspiele
Die Supertrees
Als “Superbäume“ werden die großen Stahlgebilde mit Rankenpflanzen bezeichnet, die man auf der Luftaufnahme so schön leuchten sieht. Sie dienen nicht nur als Blickfang und Besucherattraktion, sondern sind auch die Ablüftungsanlage für die beiden Gewächshäuser. Besucht werden die Supertrees vor allem zur Dämmerung, da sich zwischen der größten Gruppe ein sogenannter Skywalk spannt. Das kann man sich vorstellen wie den Baumkronenpfad im Hainich, nur um einiges schmaler gebaut. 15 Minuten dort oben kosten 8 Dollar und bieten dafür eine sehr schöne Aussicht auf die Stadt und vor allem auf das Marina Bay Sands, das Vorzeigeluxushotel der Stadt. Besonders schön gestaltet sich der Anblick wenn es dunkel wird, weil dann die Supertrees, das Hotel und auch das Riesenrad Singapur Flyer beleuchtet werden. Hat man den Skywalk bereits hinter sich, bietet es sich an noch bis 19.45 Uhr zu warten. Zu dieser Uhrzeit beginnt täglich eine Licht- und Musikshow, bei der die Supertrees scheinbar zum Leben erwachen. Die Show dauert eine Viertelstunde, ist kostenlos und wirklich sehr schön anzusehen, wir haben es auf jeden Fall genossen.
Der Skywalk
Ich auf dem Skywalk
Einer der Supertrees zur Musikshow
Die Supertrees bei Nacht
Das war also unser Besuch in den Gardens by the Bay. Alles in allem relativ kostspielig, aber meiner Meinung nach das Geld absolut wert. Bleibt noch zu erwähnen, dass in den Gardens auch Otter frei herumlaufen. Wir haben einmal welche gesehen, waren aber leider nicht schnell genug mit der Kamera. Damit war es das für heute, morgen folgt dann ein Beitrag zur Marina Bay.
Bis dahin liebe Grüße an euch alle!
Das sieht ja unglaublich futuristisch aus. Die Supertrees könnten auch aus dem Avatarfilm stammen. Atemberaubend!
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