Donnerstag, 16. Februar 2017

Immer weiter in den Süden

Ein neuer Blogeintrag, juhu! Diesmal hat es so lange gedauert weil wir bis heute keine passende Zeit und keinen WLAN hatten. Tut mir wirklich leid, aber mittlerweile solltet ihr ja eigentlich auch daran gewöhnt sein. Also, kommen wir zum Wesentlichen. Nachdem wir ja eine ganze Weile in Oumaru gewesen sind, haben wir uns dann letzte Woche Dienstag mit frisch repariertem Auto auf den Weg weiter nach Süden gemacht. Vor der nächsten großen Stadt, Dunedin, gab es nur einen Zwischenstopp. Der galt einer Ansammlung von Steinen am Meer, die im Laufe der Zeit von den Wellen nahezu kugelrund geformt worden sind. Natürlich haben wir schon spektakulärere Dinge gesehen, aber ein Foto war es uns trotzdem wert.

 Anni auf einem der Kugelsteine

Danach ging es dann direkt nach Dunedin. Dort haben wir das Stadtmuseum besucht, was sehr interessant und anschaulich war (aber natürlich ein Fotoverbot hatte). Außerdem haben wir noch der steilsten bewohnten Straße der Welt einen Besuch abgestattet. Unserem Van wollten wir das allerdings nicht antun, also haben wir uns zu Fuß hochgequält.

“Die steilste Straße der Welt“

 Blick vom Ende der Straße

Als letzte Attraktion in Dunedin haben wir dann noch den alten Bahnhof besucht. Der stellt ein wirklich schönes Gebäude dar, sowohl von innen als auch von außen. In der ersten Etage gibt es eine Sportausstellung und auch eine Galerie, in der man mit etwas Glück beziehungsweise dem richtigen Timing sogar dem Künstler selbst beim Malen zusehen kann. 

 Der Bahnhof von Dunedin

 Die Inneneinrichtung

Nach Dunedin sind wir dann die Südküste entlang weitergefahren. Der nächste Stopp war der berühmte Schuhzaun. Dort hängen hunderte Paare von Schuhen an einer Straße entlang. Ich habe mich gleich dazu entschieden meine alten Sneaker, die mittlerweile sowieso so große Löcher hatten dass ich mehr auf dem Boden als in den Schuhen gelaufen bin, mit an den Zaun zu hängen.

 Der Schuhzaun (meine sind die neonroten rechts von meinem Schienbein)

Nach diesem Zaun kamen dann Annis Lieblingsorte. Nacheinander haben wir mehrere Strände abgeklappert, die voll waren mit Seehunden (oder Seelöwen, wer weiß). Im Folgenden also eine kurze Zusammenfassung der ungefähr tausend Seehundbilder die wir nun haben.

 Der Seehundstrand

 Ein schlafender Seehund

 Zwei Seehunde begrüßen sich

 Anni beim Versuch ein Bild mit Seehund zu bekommen

 Ein männlicher Seehund 

 Die Strände hatten übrigens auch sehr schöne Muscheln zu bieten

Nach diesen Spaziergängen kam wieder etwas kurioses, nämlich eine Teekannensammlung. Im kleinen Ort Owaka hat irgendein Hausbesitzer seinen Vorgarten zum Ausleben seiner Sammellaune benutzt und damit eine Touristenattraktion geschaffen.

 “Owakas berühmte Teekannensammlung“

 Der Teekannenbestückte Garten

Danach ging es gleich weiter mit einer anderen interessanten Sache. Ein Mann mit enormen erfinderischen und bastlerischen Fähigkeiten hat ein altes Wohnmobil zu einer Mischung aus Werkstatt, Museum und Laden umgebaut. Man konnte Dinge bewundern wie selbstgemachte mechanische Spielzeuge, Jahrmarktautomaten und alte Zeitungsausschnitte. Und es gab auch Sachen wie zum Beispiel einen simplen Druckknopf mit der Aufschrift “Dieser Knopf ist eine der vielen Versuchungen im Leben. Wirst du ihr nachgeben?“ Wenn man den Knopf drückt, bekommt man einen Schuss aus einer sauber plazierten Wasserpistole ab. Alles in allem ein echtes kleines Wunderland.

 “Der verlorene Zigeunerwohnwagen“

 Ein Blick ins Innere

Der nächste Stopp war mal wieder ein Wasserfall. Davon haben wir mittlerweile schon so viele gesehen, dass ich beim besten Willen nichts interessantes mehr dazu zu sagen habe. Aber schön anzusehen sind sie trotzdem, also hier das Bild.

 Mal wieder ein Wasserfall

Nach diesem Stopp kam dann endlich der südlichste Punkt Neuseelands, Slope's Point. Besonders spektakulär sah es jetzt nicht aus und der Punkt hat auch keine Legende zu bieten wie das Cape Reinga, aber das Gefühl näher am Südpol zu sein als am Äquator war schon interessant.

 Ortsschild mit Kilometerangaben

 Die südlichste Landspitze

Nach diesem Punkt sind wir dann über ein paar Umwege zum Milford Sound gefahren. Dieser als das achte Weltwunder bezeichnete, 15 Kilometer lange Fjord gehört zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Neuseeland. Uns war eine Bootstour allerdings zu teuer, und Anni verträgt Bootfahrten ja auch nicht. Also sind wir nur ein bisschen dort spazieren gegangen und haben Bekanntschaft mit Keas geschlossen. Außerdem haben wir uns noch einen Wasserfall namens the Chasm angeschaut, der wegen seiner starken Strömung das Gestein um sich herum zu eindrucksvollen Formen geschliffen hat.

 Ein Kea

 The Chasm mit seinen ausgewaschenen Formen

 Blick auf den Fjord

 Ein Panoramabild vom Milford Sound

Schließlich sind wir dann auch in Queenstown angekommen. Dieser Ort hat nicht umsonst den Ruf, Domizil der Reichen und Schönen zu sein. Direkt zwischen hohen Bergen, und damit Schigebieten, an einem See gelegen, könnte der Ort kaum ein schöneres Panorama aufweisen. Die Luft riecht nach Essen und ist kalt, was den Eindruck von Schiurlaub noch verstärkt. Wir haben uns gleich auf die Suche nach dem Fergburger begeben, Neuseelands bestem und berühmtesten Burger. Und er war wirklich unglaublich lecker. Außerdem haben wir noch einen Cookieladen mit wirklich einzigartigen Milchshakes entdeckt. Nach dem ganzen Geschlemme hat sich Anni dann noch auf den Gipfel einer der umliegenden Berge begeben und Fotos gemacht.

 Der Fergburger

 Ein Brownie-Kirsch-Milchshake

 Queenstown am See

 Die umliegenden Berge mit schneebedeckten Gipfeln

 Panorama von Queenstown

Nach Queenstown haben wir spontan nochmal einen Abstecher nach Wanaka gehabt, und während ich am See das schöne Wetter genossen und mich durch Herr der Ringe gequält habe (das Buch liest sich wirklich grausam), hat Anni sich in 4 Stunden auf einen weiteren Gipfel begeben. Hier also nochmal Bilder vom Lake Wanaka.

 Der Lake Wanaka bei schönstem Wetter

 Die schneebedeckten Gipfel in der Ferne

Nach diesem Tag in Wanaka stand wieder ein Rekordhalter an, nämlich der höchste Berg Neuseelands. 3.724 Meter misst der Mount Cook, befindlich in den neuseeländischen Alpen. Die Straße zu dem nächstgelegenen Dorf führt außerdem an einem unglaublich blauem See entlang, dem Lake Pukaki. Die Farbe kommt daher, dass Gesteinsteilchen im Wasser das Sonnenlicht reflektieren. Wir haben eine Wanderung im Tal unternommem und sind so relativ nah an den Berg herangekommen.

Panoramabild vom Lake Pukaki

 Der Mount Cook in der Ferne

 Mal wieder eine Hängebrückenüberquerung

 Der Weg durch das Tal

 Der Mount Cook von Nahem

Unser nächstes Ziel war dann der Lake Tekapo, der ähnlich aussieht wie der Lake Pukaki. Dort befindet sich der klarste Sternenhimmel Neuseelands, und das will schon etwas heißen. So haben wir also gestern in unserem Auto gelegen und durch das Dachfenster den Sternenhimmel samt Milchstraße bewundert. Unsere Kamera konnte das leider nicht einfangen, aber der Anblick war wirklich unglaublich schön. 

 Der Lake Tekapo

Spiegelung im See gegen Sonnenuntergang

Das war gestern Abend. Heute sind wir dann weiter bis nach Timaru gefahren und befinden uns damit wieder an der Ostküste Neuseelands. Der nächste größere Stopp, der sicher einigen etwas sagen dürfte, ist dann Christchurch. Ich weiß noch nicht wann ich mich wieder melden kann, aber ich schätze mal es werden wieder zwei Wochen ins Land gehen.

Bis dahin wie immer liebste Grüße von Anni und mir!

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