Dienstag, 3. Januar 2017

Und weiter geht die Reise

Wir sind wieder da! Kaum zu glauben, aber das Jahr 2016 ist tatsächlich schon wieder vorbei und damit auch unsere Pause vom Reisen. Wie ihr ja wisst haben wir jetzt die letzten Wochen im selben Ort verbracht um zu arbeiten und um auf unser Paket zu warten. In dieser Zeit haben wir nicht wirklich viel erlebt, aber ich werde euch zumindest einen kurzen Überblick über unser Weihnachten geben. Am 24. Dezember sind wir hoch zu Rene und Lydia gefahren (also zu den Leuten, bei denen wir am Anfang drei Wochen gelebt und gearbeitet haben). Da gab es dann am 25., dem eigentlichen Weihnachtstag in Neuseeland, ein Weihnachtsessen mit verschiedenen Freunden. Von Klößen und Ente waren wir natürlich weit entfernt, aber der Lammbraten mit Macadamiakruste und das selbstgemachte Schokoladeneis zum Nachtisch haben uns da ganz gut drüber hinweggetröstet.

 Ich an der gedeckten Tafel

Am Abend hat uns Lydia dann noch ein Haus in Kaiwaka gezeigt, das von seinen Bewohnern jedes  Jahr mit jeder erdenklichen Weihnachtsdeko geschmückt wird. Sowas habe ich wirklich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Der Garten ist für die Öffentlichkeit begehbar und unter anderem wurden sogar Wattebäusche als Schnee aus einer Kanone geschossen. So verrückt das Ganze klingt, es erfüllt tatsächlich einen guten Zweck. Jeder der sich den Garten ansieht, gibt ein paar Dollar als Spende in eine Box, und diese Spenden werden an die örtliche freiwillige Feuerwehr gegeben. Ein witziges Schauspiel mit gutem Zweck - typisch Neuseeland!

 Blick auf das Grundstück von der Straße

 Der neuseeländische Weihnachtsmann

 Die Hausfront

Anni und ich vor einigen Figuren im Garten

Ja, soviel zu unserem Weihnachten. Silvester haben wir dann ziemlich unspektakulär zurück in Silverdale verbracht, Feuerwerk ist hier nicht halb so verbreitet wie in Deutschland (nicht dass mich das gestört hätte). Am 2. Januar sind wir dann schließlich weitergefahren, obwohl das Paket immernoch nicht angekommen war. Wir hatten aber für den 3. eine Raftingtour gebucht, und die haben wir auch gemacht. Zusammen mit einem Guide und vier anderen Passagieren sind wir in ein Schlauchboot geklettert und ungefähr eine Stunde lang einen Fluss in der Nähe von Rotorua runtergepaddelt. Dabei haben wir auch drei Wasserfälle gemeistert, von denen der höchste stolze 7 Meter hoch war. Wer sich jetzt fragt, wie wir da mit einem Schlauchboot runterfahren konnten ohne unterzugehen, dem sei gesagt: die Hälfte der Passagiere ist untergegangen, mich eingeschlossen. Das war allerdings vorher schon ziemlich klar, und mit den Neoprenanzügen auch überhaupt kein Problem, vor allem weil wir so oder so alle nass waren. Uns beiden hat es auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Bilder gibt es leider nicht, die hätte man für 40 Dollar kaufen müssen und das war es uns absolut nicht wert.
Dafür kann ich aber ein paar Bilder vom Shakespear Nationalpark zeigen, den wir noch vor unserer Abreise aus dem Norden besucht haben. Und nein, ich habe mich nicht verschrieben, der Park heißt genau so. Warum die das e am Ende vergessen haben ist mir allerdings ein Rätsel geblieben.

 Der Wald im Nationalpark

 Panoramablick vom Aussichtsturm

Anni und ich vor einer der Buchten

Ja ich weiß, nicht besonders spannend. Aber besser langweilige Bilder als gar keine, oder?
Nach unserem Rafting sind wir noch in einem Redwoodwald gewesen und haben die älteste Quelle der Nordinsel besichtigt. Die ist ungefähr 15 Meter tief und fördert pro Stunde 450.000 Liter Wasser zu Tage. Außerdem hat sie einen extrem klaren und tiefen blauton, aber das ist mit unserer Kamera nur bedingt einzufangen gewesen.

 Die Redwoodbäume

 Anni als Vergleich davor

Die Quelle

Auf dem Bild von der Quelle ist übrigens alles was zu sehen ist (außer der Pflanzenzipfel in der rechten oberen Ecke) mit mindestens einem halben Meter Wasser bedeckt. Nur eine Info am Rande um die Klarheit des Wassers zum Ausdruck zu bringen.
Nachdem wir also diese Quelle und die Redwoods besichtigt hatten, sind wir weiter nach Rotorua gefahren. Diese Stadt liegt direkt am zweitgrößten Binnensee der Nordinsel, dem Lake Rotorua. Das besondere an diesem See ist, dass er im Krater eines Vulkans liegt. Der ist aber zum letzten Mal vor 140.000 Jahren ausgebrochen, also keine Panik. Rund um Rotorua herum gibt es allerdings mehrere aktive Vulkane, weswegen der See sehr schwefelhaltig ist und gelblich-grünes anstatt blauem Wasser führt. In der Stadt gibt es verschiedene Geothermalparks, in denen überall der Boden blubbert und Schwefelschwaden aufsteigen. Wer sich nicht mehr an den Geruch von Schwefel in Chemie erinnert, dem sage ich nur: faule Eier. Rotorua ist zwar ein Tiuristenmagnet, aber nicht wirklich der Traumwohnort für Neuseeländer.
Naja wie auch immer, wir sind heute jedenfalls in solchen Parks gewesen und ein bisschen am Seeufer entlangspaziert. 

 Panoramabild vom See

 Zwei Strömungen treffen aufeinander

 Ein Zufluss mit abgelagertem Schwefel

 Ein Teich im Geothermalpark

Aufsteigende Schwefeldämpfe

Ja, das sind so die Erlebnisse bis jetzt. Morgen besuchen wir noch den Nachtmarkt hier und Anni wird in einer Plastikkugel einen Berg hinunterrollen (das erkläre ich später, wenn ich es selbst verstanden habe). Außerdem besuchen wir diese Woche noch einen vulkanisch gewärmten Pool und am Sonntag kommen zwei Highlights: Hobbiton und unser Paket! Das hat es nach fast einem Monat nämlich endlich hierher geschafft und wird uns von einem Freund mitgebracht, der noch in Silverdale ist und am Sonntag auch nach Hobbiton kommt. Wuhu! 
In diesem Sinne wünsche ich euch alles Gute und werde versuchen jetzt wieder öfter zu bloggen, wo wir ja auch wieder viel mehr unternehmen.

Liebste Grüße von Anni und mir und einen guten Start ins neue Jahr!

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